HÜFTDYSPLASIE - EIN GRUND ZUR SORGE?

In unserem Baby Spa besuchen uns jeden Tag kleine Schätze mit ihren Eltern und verbringen eine entspannte Auszeit bei uns. Dabei treffen wir auch immer wieder auf Babys, die eine Fehlstellung der Hüfte haben, und Eltern, die sich natürlich um ihren Schatz sorgen. In diesem Artikel möchten wir euch die wichtigsten Infos zur Hüftdysplasie an die Hand geben und euch zeigen, wie ihr entspannt und optimistisch durch die Behandlungszeit kommt.

 


Was ist eine Hüftdysplasie und wie wird sie erkannt?

Wie schon erwähnt, verbirgt sich hinter dem sperrigen Namen Hüftdysplasie eine angeborene Fehlstellung, die genauen Ursachen dafür kennt man nicht, aber man nimmt an, dass die Beckenendlage oder zu wenig Platz im Mutterleib eine Rolle spielen. Bei einer Hüftdysplasie kann der Hüftkopf, der sich am Oberschenkel befindet, keinen festen Halt in der Hüftpfanne finden. Etwa 2–4 % aller Neugeborenen in Deutschland sind davon betroffen, Mädchen häufiger als Jungen. 


Die gute Nachricht: Eine Hüftdysplasie bedeutet für euer Kind keine Schmerzen und wird meist während der Vorsorgeuntersuchung U3, also vier bis fünf Wochen nach der Geburt, durch eine Ultraschalluntersuchung erkannt. Es kann auch sein, dass ihr zuvor schon bemerkt, das die Pofalte eures Schatzes asymmetrisch wirkt oder dass euer Baby das betroffene Bein schont und weniger bewegt. Die Behandlung dieser Fehlbildung ist relativ unkompliziert.


Bei der Hüftdysplasie gibt es leichtere und schwerere Fälle. Für Letztere wird meist zusätzlich ein Röntgenbild angefertigt. Rutscht der Gelenkkopf aus der Hüftgelenkspfanne, spricht man von einer Hüftluxation.


Diagnose Hüftdysplasie – und nun?

Da die Gelenke bei Babys noch aus Knorpeln bestehen und noch nicht aus Knochen, kann man Fehlstellungen gut korrigieren. Wie genau man vorgeht, hängt vor allem von dem Grad der Hüftdysplasie ab. Die Fachärzte und Fachärztinnen können dir natürlich die beste Behandlung aufzeigen und die Therapie bestimmen, aber man kann generell zwischen verschiedenen Graden unterscheiden. 


Leichte Hüftdysplasie: Meist ist es ausreichend, wenn du dein Baby breit wickelst. Das bedeutet, dass die Beine leicht gespreizt werden – das geht zum Beispiel mit einer größeren Einlage in einer Stoffwindel oder einem Moltontuch, das man zwischen Windel und Body legt. Nach etwa sechs Wochen sollte die Hüftgelenkpfanne ausgereift und die Fehlstellung behoben sein.


Schwerere Hüftdysplasie: Ist das breite Wickeln nicht ausreichend, muss eine Schiene oder Spreizhose – teilweise auch ein Gips – getragen werden. Der Steg spreizt die Beinchen deines Schatzes so weit auseinander, dass sich das Hüftgelenk in der korrekten Position befindet. Das sieht ungewöhnlich aus und natürlich ist es nicht schön, deinen Schatz so zu sehen – gerade, wenn sich dein Baby gern bewegt und durch eine Schiene oder Spreizhose eingeschränkt ist. Aber keine Panik: Werden Schiene, Hose oder Gips konsequent getragen, sind es nur einige Wochen und dein Kind darf wieder frei rumstrampeln. Durchhalten und entspannt bleiben!


Hüftluxation: Bei einer Luxation der Hüfte, also wenn der Hüftgelenkkopf aus der Gelenkpfanne gerutscht ist, können das Tragen eines Gips oder sogar eine Operation nötig sein, damit der Hüftkopf wieder in die Gelenkpfanne rutscht. 


Was kann ich als Mama oder Papa tun?

Ganz wichtig ist erst einmal entspannt zu bleiben und die Sorgen beiseite zu schieben. Seid für euren Schatz da und gebt gerade jetzt viel Geborgenheit und Nähe. Je nachdem, ob euer Arzt oder eure Ärztin das Okay gegeben hat, könnt ihr euer Baby auch mit einer wohltuenden Massage ohne Spreizhose/-schiene verwöhnen. Besucht uns gern im Spa und genießt die entspannte Atmosphäre – oder massiert euren Schatz mit unserem Baby Bio Mandelöl gemütlich zu Hause. 


 

Annas Tipp
Durchatmen: Eine Hüftdysplasie lässt sich gut behandeln. Dein Baby kennt es nicht anders und die Behandlung ist daher ganz normal für dein Kleines. Tragetuch nutzen: Neben dem breiten Wickeln kann auch das Tragen im Tragetuch eine hilfreiche Ergänzung bei einer Hüftdysplasie sein. Breit wickeln: Lasst euch von eurer Hebamme zeigen, wie man ein Baby breit wickelt – das geht besonders mit Stoffwindeln gut.
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