Sonnencreme & Sonnenschutz: Welche verschiedenen Hauttypen gibt es?

UVA- und UVB-Strahlung sind schädlich für die Haut. Genau deshalb ist Sonnenschutz von Anfang an so wichtig. Aber wie viel Sonnenschutz ist eigentlich wirklich nötig?
Das hängt unter anderem mit den Hauttypen zusammen, die von sehr hell bis sehr dunkel rangieren können. Je nachdem, zu welchem Hauttyp ihr selbst oder euer Kind gehört, unterscheiden sich die Eigenschutzzeiten der Haut erheblich. In diesem Beitrag verraten wir euch, wie ihr euren individuellen Hauttyp ermittelt und wie ihr euch am besten vor der UV-Strahlung schützt.

Kurz und knapp zusammengefasst:

  • Melanin ist für die Farbe in den Augen, den Haaren und für unterschiedliche Hauttöne verantwortlich. Der Farbstoff wird auch als Pigment bezeichnet.
  • Dr. Fitzpatrick hat 1975 die sogenannte Fitzpatrick-Skala entwickelt, die verschiedene Hauttypen anhand ihrer Melanin-Ausprägung und ihrer Reaktion auf UV-Strahlung kategorisiert.
  • Den Hauttyp bestimmt im Idealfall eine Dermatologin/ein Dermatologe.
  • Bei hohem UV-Index sind zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen UV-Strahlung erforderlich. Diese Schutzmaßnahmen unterscheiden sich je nach Hauttyp und Eigenschutzzeit.
  • Kinder sollten ab einem mittleren UV-Index generell nicht länger als wenige Minuten ohne Sonnenschutz draußen sein.

Wusstest du schon:

Was die Augenfarbe über den Eigenschutz der Haut vor Sonnenbrand aussagt

Menschen mit blauen oder grünen Augen haben meist auch eine helle oder sehr helle Haut. Das bedeutet, dass die Haut wenig Melanin (Hautpigmentierung) aufweist und insgesamt schlechter mit UV-Strahlung umgehen kann. Menschen mit hellbraunen bis dunkelbraunen Augen sind dagegen oft etwas unempfindlicher gegenüber Sonneneinstrahlung, weil ihre Haut bereits einen etwas höheren Level an Melanin aufweist.


Gut zu wissen: Der Farbstoff Melanin dient als körpereigener Schutzschild vor den Auswirkungen der Sonneneinstrahlung. Im Alltag nehmen wir den Farbstoff u. a. als Hautfarbe (hellrosa/beige bis tiefschwarz) wahr. Auch die Haar- und Augenfarbe entscheidet sich daran, wie viel und welche Formen des Farbstoffs im Körper gebildet werden.

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Die Fitzpatrick-Skala:

6 grundlegende Hauttypen

Dr. Fitzpatrick hat 1975 eine sogenannte Hauttypen-Skala entwickelt, die vor allem für die Klassifikation von hellerer Haut geeignet ist. Sie unterscheidet zwischen verschiedenen Ausprägungen bei Haar-, Haut- und Augenfarbe.
Vor allem bei hellen Hauttypen legt sich Melanin erst bei UV-Belastung um den Zellkern der Hautzellen, absorbiert dann dort die UV-Strahlung und wandelt sie in unschädliche Wärme um. So versucht der Körper, DNA-Schäden und vorzeitiger Hautalterung vorzubeugen.

Diesen Prozess kennen wir doch: Hellere Haut wird sichtbar braun.
Bei dunklerer Haut ist dieser Prozess, der eigentlich den Schaden durch UV-Strahlung reduzieren soll, nicht so offensichtlich erkennbar. Aber auch dunklere Hauttypen verändern sich bei zu viel anhaltender UV-Strahlung, wenn kein ausreichender Schutz in Form von Sonnencreme verwendet wird!

Wichtig: Die Fitzpatrick-Skala steht mittlerweile in der Kritik, weil sie den Fokus stark auf hellere Haut legt. Die Vielfalt dunklerer Hauttypen wird nicht differenziert eingeordnet, was letztlich zu einem schlechteren Schutz vor UV-Belastung führen kann.

Viele fragen sich...

Braucht jeder Hauttyp Sonnenschutz?

Ja unbedingt! Auch wenn die Haut aufgrund der individuellen genetischen Disposition bereits viel Melanin produziert, ist die Eigenschutzzeit trotzdem begrenzt.
Die Eigenschutzzeit beschreibt die Zeit in Minuten, die der jeweilige Hauttyp UV-Strahlung ausgesetzt sein kann, ohne einen Sonnenbrand zu entwickeln. Bei einem UV-Index zwischen 5 und 8 kann das eine Eigenschutzzeit von maximal 5 Minuten (Hauttyp I) bis hin zu 60 Minuten (Hauttyp VI) bedeuten.
Ab einer gewissen anhaltenden Sonneneinstrahlung wird die Haut immer geschädigt, das gilt natürlich auch für Menschen mit dunkleren Augen oder einer dunkleren Hautfarbe.

Ganz kurz und knapp:

Wie finde ich den Hauttyp bei unserem Kind heraus?

Idealweise bestimmt eine Dermatologin oder ein Dermatologe den individuellen Hauttyp, denn die Übergänge zwischen den verschiedenen Hauttypen sind fließend.
Aber grundsätzlich lässt sich anhand der Kombination aus Augen- und Haarfarbe oft ein guter Rückschluss darauf ziehen, welcher Hauttyp vorliegt.
Bitte beachtet dabei: Kinder sollten möglichst immer vor der UV-Strahlung durch geeignete Kleidung, ausreichend Schatten und Sonnencreme mit hohem LSF von mindestens 50 geschützt sein. Ihre Haut ist wesentlich dünner und entsprechend sensibler als die von Erwachsenen.

Wenn es doch einmal zu einem Sonnenbrand kommt, ist spätestens bei der Abendroutine eine feuchtigkeitsspendende Pflege wichtig. So erholt sich die Haut schneller und euer Liebling findet trotz gereizter und geröteter Haut eher in den Schlaf.

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Morgens schützen. Abends beruhigen.

Wie finde ich heraus, wann ich besonders auf die UV-Strahlung achten muss?

e höher der UV-Index, desto mehr Sonnenschutz ist notwendig. Als wichtiger Umweltparameter wird dieser UV-Index, also die Stärke der UV-Strahlung auch in Wetter-Apps oder in den Wetternachrichten genannt.
So könnt ihr euch, am besten immer gleich morgens zum Tagesstart mit dem passenden Sonnenschutz für den Tag ausstatten.

Für Kinder gilt aber immer:

  • Gut eincremen mit mineralischer Sonnencreme mit LSF 50
  • Lange, luftige Kleidung im Sommer bzw. ausreichend Schutz für Gesicht, Nacken und Hände im Herbst und Winter
  • Mittagssonne zwischen 12:00 und 15:00 Uhr vermeiden
  • Nachcremen nicht vergessen!
    Am See oder bei schweißtreibenden Spielen auf dem Spielplatz hält auch wasserfeste mineralische Sonnencreme wie unsere MABYEN Baby & Kids Sonnencreme nicht unendlich lang vor.

Deshalb ist nachcremen so wichtig! Mit dem Baby & Kids Sonnenspray tragt ihr die mineralische Sonnencreme auch unterwegs ganz schnell und spielerisch auf.

Kurz und knapp:

Hauttypen und der Schutz vor der Sonneneinstrahlung

Die besonders hellen Hauttypen I bis III brauchen etwas mehr Schutz vor der UV-Strahlung als die Hauttypen, die bereits mit etwas mehr Melanin ausgestattet sind. Die Eigenschutzzeit allein ist dabei nicht ausreichend, sondern eine gute mineralische Sonnencreme und eventuell weitere Schutzmaßnahmen wie passende Kleidung, ausreichend Schatten oder die Vermeidung der Mittagssonne gehören ebenfalls dazu.

3 Tipps für leichteres Eincremen

1

Sei deinem Kind ein Vorbild

Kinder lernen am besten durch Beobachtung und
Nachmachen. Also: Denk ans selber eincremen und vor allem auch ans nachcremen,
wenn ihr bereits einige Zeit in den Sonnenstunden draußen unterwegs seid. Wenn
das Eincremen mit Sonnencreme selbstverständlich von allen in der Familie ernst
genommen wird, dann übernehmen Kinder diese vorgelebten Routinen leichter.



2

Schaffe eine Routine für dein Kind

Apropos Routinen: Manche Dinge wie Zähne putzen oder
Haare kämmen erlernen Kinder am besten durch stetige Wiederholung. Wenn diese
Routinen ganz selbstverständlich ihren Platz im Alltag haben, werden sie auch
seltener hinterfragt. Deshalb: Findet einen für eure Familie passenden Zeitpunkt
dafür, euch – am besten alle! – regelmäßig vor UVA- und UVB-Strahlung durch
eine geeignete Sonnencreme zu schützen.



3

Lass dein Kind mitmachen

Dieser Tipp klappt natürlich noch nicht für Babys, aber spätestens ab Kleinkindalter
möchten Kinder sowieso gern alles selber machen. Warum also nicht auch
beim Eincremen? Startet mit gut erreichbaren Stellen wie Armen oder Beinen und nutzt einen Spiegel, damit euer Kind auch sieht, wie es die Creme selbst verteilt oder wo es (Rücken, Nacken) ohne Hilfe doch noch nicht so gut hinkommt.

4

Bonus-Tipp

Wenn die cremige Textur der mineralischen Sonnencreme
eine sensorische Hürde für euer Kind darstellt, dann teilt die Schritte auf.
Euer Kind kann etwas Creme herausdrücken oder aufsprühen und ihr verteilt das
auf der Haut. Die mineralische Sonnencreme zieht schnell ein und klebt nicht,
aber die Creme an den Händen kann für sensible Kinder trotzdem unangenehm sein.
Da ist Arbeitsteilung ein guter Weg, damit euer Kind sich trotzdem beteiligen
kann.