„Es ist nicht egal, wie wir geboren werden!“ (Michel Odent)
Die Geburt ist ein besonderer Moment einer spannenden, neuen Reise für euch als Eltern und euer Baby. In diesem sehr verwundbaren und emotionalen Moment müsst ihr bestmöglich unterstützt und begleitet werden. Denn die Geburt bildet nicht nur den Startschuss in ein neues Leben, sie kann auch körperliche sowie weitreichende psychische Auswirkungen haben. Eine sichere und selbstbestimmte Geburt legt einen wichtigen Grundstein für eine gesunde und starke Eltern-Kind-Bindung.
Deshalb unterstützen wir die Elternorganisation Mother Hood e.V. seit September 2023 bei ihrer Mission für sichere Geburten und eine verbesserte Geburtshilfe.
Eltern für sichere und
selbstbestimmte Geburten
Die Begleitung von Eltern und Baby sollte individuell, bestärkend und respektvoll sein. Aktuell ist die Versorgung allerdings vielerorts nicht ausreichend. Die Geburtshilfe leidet aufgrund von Hebammenmangel, hohen Kaiserschnittraten, Gewalterfahrungen und der Schließung von Geburtsstationen. Die Elternorganisation Mother Hood e.V. engagiert sich in diesen Bereichen und setzt sich für eine frau- und familienzentrierte Geburtshilfe als Grundlage für sichere Geburten ein.
Mother Hood …
vertritt die Interessen von Eltern in fachlichen und politischen Gremien sowie im Austausch mit Ärzt:innen, Hebammen und Politiker:innen
bietet das „Hilfetelefon nach schwieriger Geburt" als Gesprächsangebot nach belastenden Geburtserfahrung sowie einen Online-Elternkurs mit erprobtem Elternwissen zu Geburt und Wochenbett an
veranstaltet die Ausstellung #BlackboxGeburt, die Missstände in der Betreuung deutlich macht
führt eine Kaiserschnittkarte, die die Rate der Eingriffe in den Kliniken zeigt
Hintergrund: Schwierigkeiten in der Geburtshilfe
Hebammenmangel
Aufgrund der Arbeitsbedingungen in Kliniken steigen immer mehr Hebammen auf Teilzeit oder geringfügige Beschäftigung um¹. Die Folge: Eins-zu-Eins Betreuungen sind nur selten möglich. Im Schnitt muss eine Hebamme während ihrer Schicht drei Gebärende betreuen. ²
Medizinische Eingriffe & fehlende Aufklärung
Im Jahr 2021 lag die Kaiserschnittrate bei 31%.³ Laut WHO verbessert eine Rate von über 15% nicht die Sicherheit von Mutter und Kind. Die hohe Rate lässt sich unter anderem durch den Personalmangel und weniger Geburtsstationen erklären.⁴
Gewalterfahrungen & Traumatisierung
Gewalt in physischer und psychischer Form ist keine Seltenheit. Laut einer Studie erleben 38% körperliche und 29% verbale Gewalt bei der Geburt, die sie langfristig belasten können.⁵
MABYEN unterstützt Mother Hood für eine bessere Geburtshilfe
Als Hauptsponsor in den Bereichen Mama- und Babypflege unterstützen wir den Verein aus mutigen und engagierten Eltern finanziell sowie kommunikativ bei ihrer Mission für eine bessere Geburtshilfe:
Über unsere online Kanäle klären wir über die Themen und Maßnahmen auf.
Auf unseren Produkten integrieren wir das Logo und die Mission von Mother Hood, um noch mehr Reichweite offline zu generieren.
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Mit einem finanziellen Beitrag unterstützen wir den Verein zusätzlich bei ihrer Mission für eine bessere Geburtshilfe.
Du möchtest ebenfalls helfen? So kannst du Mother Hood unterstützen:
Häufig gestellte Fragen
Die Geburtshilfe ist ein Bereich der Frauenheilkunde, beidem die Schwangerschaft sowie die Geburt und Nachsorge überwacht und betreut wird. Auch die Arbeit von Hebammen fällt unter die Geburtshilfe.
Aufgrund von medizinisch nicht notwendigen Kaiserschnitten und anderen Eingriffen, dem Hebammenmangel, Gewalterfahrungen und weniger Geburtsstationen in Deutschland leidet die Geburtshilfe. Zusammen mit Mother Hood e.V. engagieren wir uns für eine bessere Geburtshilfe - damit alle Frauen selbstbestimmt gebären können.
Fünf Merkmale bilden eine sichere Geburtshilfe:
Eine wohnortnahe Versorgung (max. 30 PkW-Minuten)
Kontinuierliche Eins-zu-Eins Betreuung durch eine Bezugshebamme
Weniger (Routine-) Interventionen
Nur medizinisch notwendige Kaiserschnitte
Wohlergehen und selbstbestimmte Geburt
Jede gebärende Frau hat ein Anrecht darauf, die Geburt ihres Babys nach ihren Bedürfnissen und Wünschen zu erleben. Dazu zählt neben der Wahl des Geburtsortes auch die Art der Behandlung (z.B. das Verabreichen von Schmerzmitteln) und die Begleitung während der Geburt (welche Fachpersonen die Frau betreuen sollen).
Gewalt in der Geburtshilfe kann verschiedene Formen haben: Sowohl die körperliche Gewalt, bei der z.B. Medikamente ohne Einverständnis verabreicht werden oder sehr grob mit dem Körper der Gebärenden umgegangen wird. Aber auch verbale Gewalt, also abfällige und übergriffe Bemerkungen oder sogar Beschimpfungen, gehören dazu. In Bezug auf die Mutter-Kind-Beziehung kann ebenfalls Gewalt ausgeübt werden, indem zum Beispiel das Kind ohne Absprache und medizinisch dringenden Grund von der Mutter getrennt wird.
Quellen
1 Statista, 2019: Mehr Hebammen – aber vor allem inTeilzeit
2 Bundesgesundheitsministerium, S. 215: Stationäre Hebammenversorgung
3 DESTATIS, 2023: Pressemitteilung Nr. N 009 vom 15.Februar 2023
4 MDR Wissen, 2023: Stimmt: Zu viele Kaiserschnitte inDeutschland
5 Lea Beck-Hiestermann, Psychologische HochschuleBerlin, 2020: Gewalterfahrungen während Geburt und Wochenbett
6 Deutscher Bundestag, 2021: Überblick überVersorgungsstrukturen in der Geburtshilfe